Großefehn steht für Pioniergeist. Den hatten Simon Thebes, Claeß Behrends, Cornelius remmers und Gerd Lammers, als sie sich 1633 dazu entschlossen, das weite Moor urbar zu machen.
Inmitten der politischen Wirren des Dreißigjährigen Krieges pachteten die vier Emder vom Landesherren Graf Ulrich II. das tückische Land, "daar kein Mensch up gahn un stahn kunn".

Mühle
Großefehn entstand und ging als älteste Fehn, das soviel wie Sumpf oder Moor Bedeutet, in die ostfriesische Geschichte ein.
Kolonisten gruben in mühsamer Arbeit langegezogene Entwässerungsgräben in das sumpfige Gebiet und legten es trocken.
Die Kanäle prägen noch heute das charakteristische Bild der Fehne, deren Schiffer bald auf allen sieben Weltmeeren fuhren.
Fünf intakte Galeriehölländer-Windmühlen gibt es in der Gemeinde Großefehn noch: 1773 wurde der dreistöckige "Galerie-Holländer" in Westegroßefehn gebaut.
Vom Mahlen des Korns bis hin zum Backen: In der Mühle in Bagband (1812) mit friesischer Teestube (Bagbander Mühlenhof, Tel. 04946-990674).
In der Spetzerfehner Mühle von 1870 mahlt Müllermeister Steenblock noch wie zur guten alten Zeit das Korn ausschließlich mit Windkraft.
Die Windmühle in Ostgroßefehn ist heute eine Galerie. Aus dem Jahr 1866 stammt die Mühle in Felde. Info-Tel. 04943 - 920292
12 ostfriesische Handwerker haben sich in Großefehn zusammengeschlossen, um altes Handwerk wieder erlebbar zu machen.
Herstellung und Abfüllung des Bieres auf 100 Jahre alten Anlagen.
Private Ausstellung historischer Gebrauchsgegenstände. Tel. 04943-1411
Ausstellung über Entstehung und Entwicklung von Großefehn mit Gattersäge und Schmiede. Angebote für Freizeitaktivitäten. Tel. 04945 - 1333
Lebendiges Museum: Kurse/Ausstellung alter Webstühle in der Dorfschule in Westgroßefehn. Tel. 04941 - 2408, Mi 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr