Richtig ursprünglich ist die Gemeinde Großheide mit ihren zehn Ortsteilen im Herzen Ostfrieslands: Hochmoorsiedlungen, langgezogene Kanäle, abwechselungsreicher Wald, weite Küstenmarsch, saftige Wiesen und landschaftstypische Windmühlen, deren Flügel sich gemächlich im Wind drehen. Vor 200 Jahren begann im südlichen Teil der Gemeinde die Urbarmachung eines gewaltigen, 8.000 Jahre alten Hochmoores und die Anlegung der Fehnkolonie Berumerfehn.
Inmitten der unwegsamen Moorlandschaft bildeten sich flache Seen, von denen das Ewige Meer, der größte noch erhaltene Hochmoorsee Deutschlands, Zeugnis ablegt.
Über eigens gegrabene Wasserstraßen, die die Lebensadern der Region waren, transportieren schwerbeladene Kähne den gewonnenen Torf, ein begehrtes Brennmaterial vergangener Jahrhunderte, in die nahegelegene Küstenstadt Norden - Norddeich.
Ein beschwerlicher Weg für die Schiffer, welche die schwerbeladenen Kähne mit Manneskraft fortbewegten. Kaum vorstellbar, wenn heute Mitglieder des Heimatvereins Berumerfehn mit langen Holzstangen ihren historischen Torfkahn mit Ausflüglern, scheinbar mühelos wie venezianische Gondoliere, über die Mittelwieke steuern.
















